By Paul Wiel

ISBN-10: 3663003833

ISBN-13: 9783663003830

ISBN-10: 366302296X

ISBN-13: 9783663022961

Mit Fragen der Agglomeration haben sich Landesplanungsbehörden und andere Stellen bereits vor dem Kriege eingehend beschäftigt, meistens im Sinne einer Sanierung von »Ballungsgebieten«. Es ist jedoch erwiesen, daß Bezirke mit starker Massierung von Industrien keineswegs immer ungesunde Strukturen be­ sitzen. Infolge des Zustromes von Millionen von Flüchtlingen nach 1945 haben die Probleme erheblich an Bedeutung gewonnen. In dieser Lage dürfte eine Untersuchung über die Zu- oder Abnahme industrieller Agglomerationen in den letzten 20 Jahren von Interesse sein. Der Durchführung einer derartigen Arbeit stehen mancherlei Schwierigkeiten ent­ gegen. Regelmäßig erscheinendes, nach Branchen aufgegliedertes Zahlenmaterial für kleine Bezirke, das auch Vergleiche mit der Vorkriegszeit (1938) erlaubt, liefert nur die Arbeitsamtsverwaltung. Die Auswertung dieses fabrics erfor­ dert jedoch umfangreiche Rechnungen, Aussonderungen oder Zusammenfas­ sungen, weil die Grenzen vieler Arbeitsamtsbezirke nach 1945 geändert wurden und in der Vor- und Nachkriegszeit nicht der gleiche Personenkreis erfaßt ist. Für einige Bezirke struggle eine Bereinigung unmöglich. Sie konnten daher in dieser Untersuchung nicht berücksichtigt werden. Jedoch wurden insgesamt rd. ninety seven v. H. aller unselbständig Beschäftigten in Landwirtschaft, Industrie, Handwerk und Handel Nordrhein-Westfalens im Jahre 1960 erfaßt. Bei einigen Gebieten blieben kleine räumliche Inkongruenzen, die jedoch die Vergleichbarkeit der Zahlen nur belanglos stören.

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​Eine wesentliche Herausforderung für den Handel besteht darin, die wechselnden Positionen und Präferenzen von Konsumenten sowie Herstellern zu vereinen bzw. sie im Sinne einer Gatekeeper-Funktion zu einem sinnvollen Angebot zusammenzustellen. Die zunehmende Bedeutung von Informationstechnologien und die damit verbundenen Möglichkeiten der Kanalwahl durch die Konsumenten sowie die mit der Umsetzung eines beziehungsorientierten Marketings entstehenden Herausforderungen stehen im Mittelpunkt.

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Die Ursache für die verhältnismäßig starke Entwicklung der Textilindustrie in den Randgebieten Nordrhein-Westfalens dürfte zu einem wesentlichen Teil der Zustrom von Flüchtlingen sein, die in den Zufluchtsorten ihre verlorenen Unternehmen neu errichteten. Eine besondere Rolle spielt die Stickerei und Wirkerei, die sich früher in Sachsen konzentrierte. Neue Betriebe dieser Art entstanden u. a. in Düsseldorf, im Kreise Erkelenz (Hückelhoven u. ), bei Iserlohn, Menden und im EnnepeRuhr-Kreis. Die Eisen- und Stah/erzeugung (einschl.

Einen höheren Anteil der Flüchtlingsbetriebe an der Zahl der Beschäftigten als 1 v. H. hatten folgende Industrien: Anteil der Flüchtlingsbetriebe an der Industrie Nordrhein-WestJalens 1959 Anteil in v. H. Betriebe Gesarr;t Steine und Erden Maschinenbau Stahlbau Verbrauchsgüterindustrie Bekleidungsindustrie Textilindustrie Glasindustrie Nahrungs- und Genußmittelindustrie Quelle Beschäftigte Beschäftigte je Betrieb GesamtFlüchtlingsindustrie betriebe 3,7 4,9 2,7 3,9 5,2 7,9 5,8 13,8 1,1 2,5 1,3 1,2 2,9 6,5 2,5 3,5 101 34 130 143 59 53 86 198 31 17 61 45 33 44 37 51 2,9 1,7 46 27 Die Industrie in ;\Iordrhein-Westfalen 1959.

Die geringste Zunahme hatten die Randzonen aufzuweisen, so daß sich ein deutliches Gefälle des Wachstums von der Mitte nach außen zeigte. Nach dem ersten Weltkrieg änderte sich die Entwicklung. Die Wendung war zum Teil schon früher zu erkennen. Die Zunahme des Kraftwagenverkehrs und der Ausbau des Straßensystems, insbesondere durch Schaffung von Autobahnen, verringerten die Bedeutung der Eisenbahn als Standortsfaktor. Dazu kam, daß sich infolge der Errichtung zahlreicher Autobuslinien und dadurch, daß auch Arbeitnehmer in zunehmendem Maße selbst Kraftfahrzeuge unterhielten, das Einzugsgebiet der Betriebe außerordentlich erweiterte.

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Agglomerations- und Dezentralisationstendenzen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft seit der Vorkriegszeit by Paul Wiel


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